Durch bildgebende Verfahren können virtuelle Abbildungen von Oberflächen erstellt werden. Mit einigen Verfahren kann sogar in ein Bauteil hineingesehen werden, wodurch vorhandene Defekte nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im Volumen sichtbar gemacht werden können. Diese Methoden finden in den Bereichen Entwicklung, Qualitätssicherung und Schadensanalyse vielfältig Anwendung.

Lichtmikroskopie

Die Lichtmikroskopie ist das ideale Verfahren zur schnellen, effizienten Beurteilung von Kunststoffoberflächen. Sie liefert klare visuelle Informationen über die Struktur der Oberfläche, einschließlich möglicher Oberflächenfehler wie Risse und Einschlüsse. Durch Einbetten der zu untersuchenden Probenbereiche kann nicht nur die Oberfläche, sondern auch das Innere von Bauteilen stichprobenartig untersucht werden. Damit können u.a. Aussagen zur Glasfaserverteilung und -orientierung getroffen werden.

Mittels Lichtmikroskopie sind bis zu 1000-fache Vergrößerungen möglich.

Rasterelektronenmikroskopie (REM)

Die Rasterelektronenmikroskopie (REM) ermöglicht einen noch tieferen Einblick auf Oberflächenstrukturen. Selbst kleinste Defekte können bei Vergrößerungen von bis zu 100.000-fach sichtbar gemacht werden. Anwendung findet dieses Verfahren u.a. bei der Analyse von Partikeln und Verunreinigungen und Untersuchungen zur Morphologie.

Durch die Nutzung der EDX-Sonde kann zudem eine Elementanalyse auf der Oberfläche durchgeführt werden.

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Optisches 3D-Messsystem

Mit einem 3D-Messsystem können berührungslos und präzise die Konturen von Bauteilen vermessen werden. Aus den 3D-Informationen wird ein detailgenaues digitales Modell des Bauteils erzeugt. Diese Messmethode wird für Maßhaltigkeitsprüfungen und Soll-Ist-Vergleiche zum konstruierten CAD-Modell genutzt um Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und hohe Qualitätsstandards zu erfüllen.

Computertomographie (CT)

Die Methode der Computertomographie (CT) wird im medizinischen Bereich genutzt, um in das Innere des menschlichen Körpers zu schauen und so die Ursachen für Krankheiten und Verletzungen zu finden. Typische Anwendungen des CT im industriellen Umfeld sind:

  • 3D-Darstellung von Bauteilen inkl. im Volumen
  • Identifizierung von Hohlräumen, Poren, Rissen, Inhomogenitäten
  • Maßhaltigkeitsprüfung und Soll-Ist-Vergleich zu CAD-Daten oder zur Zeichnung
  • Bewertung von Fügeverbindungen und Klebungen
  • Verteilung und Orientierung von zugesetzten Füll- und Verstärkungsstoffen

 

Das CT ist für die Analyse von Kunststoffteilen sehr gut geeignet. Metalle können mit dieser Methode nicht untersucht werden.

Gerätetechnik

  • Digitalmikroskop VHX 500FD, Keyence
  • Lichtmikroskop DM6000 M, Leica
  • Rasterelektronenmikroskop EM JSM-6510, Jeol
    • Mit EDX-Sonde
  • ATOS Core 300, GOM GmbH
  • TomoScope XS, Werth Messtechnik GmbH
    • Prüfraum: ca. 100 mm x 100 mm x 100 mm

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Janine Dubiel
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